
Pferde sind Einhufer. Das bedeutet, dass nur noch die Mittelzehe als Huf entwickelt ist. Von den anderen Zehen blieb nicht mehr viel übrig. Das Pferd ist in Vorhand und Hinterhand unterteilt. Zur Vorhand gehört alles was vor der Hand des Reiters liegt, nämlich Kopf, Hals, Vorderbeide und Brust. Die Kruppe, der Pferdepopo, die Hinterbeine und der Schweif bilden die Hinterhand. Mit den seitlich am Kopf stehenden Augen können Pferde gleichzeitig nach rechts und nach links sehen. Sie sehen aber nur das scharf, was sie mit beiden Augen gleichzeitig sehen. Insgesamt überblicken sie einen grossen Bereich. Dadurch kann das Pferd plötzliche Gefahren schnell erkennen. Bei den Wildpferden, die früher lebten, waren das zum Beispiel Raubtiere. In zwei Bereichen kann das Pferd nicht sehen: Direkt vor den Augen und hinter sich. Deshalb darf man sich nie einem Pferd von hinten nähern. Pferde hören besser als Menschen aber schlechter als Hunde. Pferde können dadurch besser hören, dass sie die Ohren in Richtung des Geräuschs drehen können. An den Ohren des Pferdes kann man auch die Stimmung des Pferdes erkennen. Zum Beispiel bedeuten nach vorne gerichtete Ohren, dass das Pferd aufmerksam ist. Pferde haben einen sehr guten Geruchssinn. Sie erkennen Menschen und andere Pferde an ihrem Geruch.
2. Pferde sind HerdentiereIn einer Herde gibt es eine Rangordnung. Es gibt immer einen Boss. Die anderen Pferde müssen dem Boss gehorchen. Damit ein Pferd auf seinen Reiter hört, muss es ihn als seinen Boss akzeptieren. Auch die anderen Pferde der Herde haben eine bestimmte Rangordnung. Jedes Pferd muss sich den ranghöheren unterordnen, kann aber einem rangniedrigeren befehlen.
3. SchlafenWenn Pferde richtig schlafen legen sie sich hin. Wenn sie nur ein kleines Nickerchen machen bleiben sie stehen. In einer Herde schlafen aber nie alle Pferde. Ein paar Pferde bleiben stehen und warnen die anderen vor Gefahren.
4. Die Geschichte der PferdeDer Eohippus lebte vor 60 Millionen Jahren in den Wäldern Amerikas und Europas. Eohippus bedeutet "Morgenrötepferdchen". Der Eohippus war nicht viel grösser als eine Katze und hatte einen Schwanz wie ein Zebra. Der Eohippus frass Beeren, Laub und Blütenblätter. Später gab es weniger Wälter und Prärien entstanden. Die Nachfahren des Eohippus begannen Grass zu fressen. Wissenschaftler fanden versteinerte Zähne und konnten herausfinden was sie assen. Wenn sich die Nachfahren der Eohippus sich verändertern und dem Pferd ähnlicher wurden, nennt man das Entwicklungsstufe. Vom Eohippus bis zum heutigen Pferd gibt es über 120 Entwicklungsstufen. Die Meschen betrachteten Pferde zuerst als Jagdwild. Erst vor etwa 5'000-4'000 Jahren begannen Menschen Pferde zu zähmen und als Nutztiere zu halten.
5. GangartenEs gibt drei Hauptgangarten! Der Schritt ist die langsamste Gangart. Die Fussfolge ist rechts-vorn, links-hinten, links-vorn, rechts-hinten. Der Trab ist eine mittelschnelle Gangart. Die Fussfolge dabei ist gleichzeitig rechts-vorn und links-hinten, danach links-vorn und rechts-hinten. Der Galopp ist die schnellste Gangart. Es gibt Rechts- und Links-Galopp. Die Fussfolge im Links-Galopp ist rechts-hinten gleichzeitig rechts-voren und links-hinten danach zusätzlich links-vorn. Islandponys können noch die Gangarten Pass und Tölt.
2010
2009
2008
2007
2006